Antec P180 |
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by EraZoR - 06.05.2006 |
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In Zeiten des kommerziell betriebenen "Kauf-Moddings" werden so manch falsche Gedankenansätze vor allem in den Köpfen von Interessenten verankert, die sich bisher mit der eigentlichen Materie des Case-Moddings noch nicht befasst haben. Fehlen die handwerklichen Fähigkeiten, freut sich oftmals die Industrie und es wird vermehrt zu Fertiglösungen im Gehäusebereich gegriffen, die schon ab Werk kräftig mit bunt blinkenden LEDs ausgerüstet sind und dem stolzen Käufer das Gefühl eines Unikats vermitteln sollen.
Natürlich war diese Entwicklung von der Szene nicht beabsichtigt, zumal Individualismus gerade bei uns ganz groß geschrieben wird. Nicht verwunderlich, dass die Entwicklung mittlerweile wieder in Richtung "cleanes" und von unwichtigen Schnickschnack befreites Design geht - Purismus ist also wieder im Kommen. Wirkt auch erheblich seriöser.
Der renommierte Gehäusehersteller Antec macht diesen neuen Trend offensichtlich auch mit: während sein letztes Flaggschiff der Produktreihe "Performance One" noch blau daher leuchtete, zeigt sich sein Nachfolger, das P180, sehr dezent im geschliffenen Aluminium Look. Neben der Reduzierung aufs wirklich Wichtige soll das neue Antec Gehäuse jedoch vor allem eins fördern: die Ruhe am Arbeitsplatz.
Ob und wie gut diese in Zeiten blinkender Lüfter neuen Designideen verwirklicht wurden und ob das P180 sein "Silencing" Prädikat verdient hat, das und vieles mehr kann wir immer in unserem ausführlichen Test in Erfahrung gebracht werden.
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Lieferumfang & Technische Daten |
Zunächst eine Danksagung an:

insbesondere an Frau Marina Ziegler, die uns freundlicherweise das Gehäuse zur Verfügung gestellt hat.
Wie wir es von Antec bereits gewohnt sind, erreichte uns die Lieferung überdurchschnittlich schnell. Das Paket ließ nach ausführlicher Inspektion keine Versandschäden vermuten. Schon beim Transport ins Modding-Station Testlabor fiel uns das relativ hohe Gewicht des Towers auf, doch dazu werden wir im weiteren Verlauf noch zurückkommen.
Lieferumfang
- Antec "Performance One" P180 Gehäuse
- 3 x 120 mm Antec TriCool-Lüfter vorinstalliert
- 8 x Laufwerksmontageschienen für 4 opt. Laufwerke
- 2 x Laufwerksmontageschienen für 1 Floppy
- Schlüssel für Fronttür
- Tüte mit allen Schrauben
- Mehrsprachiges Handbuch
- Garantieschein
Spezifikationen
- Laufwerkeinschübe: 11
- Extern: 4x5.25", 1x3.5"
- Intern: 6x3.5"
- Größe (BxHxT): 206 x 540 x 505 mm
- Gewicht: 16,3 Kg
Anschlüsse Außen
- 2 x USB 2.0
- 1 x IEEE 1394
- 2x 3,5 mm Klinkenanschlüsse für Audioanwendungen
- Schloss
Sonstige Features
- Max. Motherboard Abmessungen: 12"(W)x9.6"(L)
- Motherboards: Standard ATX
- Festplattenmontage mit Gummimuffen
- Zwei-Kammern-Struktur
- 3 Schichten Seitenteil
- USB und Firewire an der Front
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Die Front #1 |
Die Front des Antec P180 ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger Antec "Performance One" P160 ganz im Zeichen der Minimalität gehalten.
Eine nahezu "cleane" Front bzw. Tür, welche die eigentliche Front bedeckt, gibt nur die wichtigsten Anschlüsse preis und macht so das im Moment sehr trendige Design möglich. Die Tür ist aus einem Aluminium Panel auf der Oberfläche und einer Plastikschicht darunter gefertigt. Die Tür wird durch eine Scharnier-Schiene aus Plastik in den Angeln gehalten und lässt sich recht einfach durch die kleine Griffmulde an der Seite öffnen. In der rechten oberen Ecke prangt das schön anzusehende Antec Logo, welches schon beinahe ein Sinnbild für durchdachtes Design ist. Preisgegeben werden das Schloss, die kleine Power LED und die Anschlüsse für USB (2x), Firewire, Kopfhörer und Mikrofon. Mancher mag den einen oder anderen Anschluss nützlicher oder vielleicht gänzlich unnütz finden, aber man findet doch für jeden Port Verwendung, wenn man viel mit Medien arbeitet.
Anzuführen ist außerdem, dass die Tür auch die HDD-Activity-LED's verdeckt, wodurch auch zum Beispiel das ablenkende und zuweilen verrückt machende Blinken beim Anschauen eines Hollywood Streifens am PC gemindert wird. Zwar ist die Power LED immer noch zu sehen, aber das dürfte nicht sonderlich stören, da diese ja nicht blinkt.
Die Griffigkeit der Tür ist unserem Erachten nach recht gut, sie liegt im Vergleich zu anderen Gehäusen wie dem Casetek 1018 sehr massiv in der Hand und wirkt nicht zerbrechlich. Anders ist jedoch die Aufhängung der Front:
das verwendete Plastik weckt nicht gerade Vertrauen, denn wenn man die Tür bis zu ihrem maximalen Winkel von 270° öffnet, bekommt man es mit der Angst zu tun, dieses kostbare Stück mit einer unnachsichtigen Bewegung zu beschädigen, da das Plastik schnell durchbrechen könnte. Es ist im Test zwar nie passiert, aber die Plastikscharniere machen nicht gerade einen stabilen Eindruck. Dennoch ist dieser unglaublich riesige Öffnungswinkel erfreulich, denn es gibt bisher keinen uns bekannten Tower, bei dem man die Fronttür bis zum Anschlag an die Seitenwand hin öffnen kann. Dies bedeutet einen großen Zugewinn an Flexibilität des Towers, denn so kann man ihn auch mal auf die rechte Seite des Users stellen und außerdem ist die Gefahr des Abbrechens der Tür durch einen zu großen Öffnungswinkel gar nicht mehr gegeben.
Festgehalten wird die Tür durch zwei Magneten, welche die Tür ab einem kleinen Abstand schon merklich anziehen und so ein Schließen ermöglichen. Für vorsichtige User: Im Test haben sich keine Probleme mit dem Verwenden von Magneten bezüglich der Festplatten gezeigt.
Auch bei der Sicherheit hat Antec nicht geschlafen, denn man kann das P180 mit dem mitgeliefertem Schlüssel abschließen. Aber im Vergleich zum Vorgänger Antec "Performance One" P160 gibt es nur die Möglichkeit die Fronttür abzuschließen, an das Innenleben kommt man nach wie vor sehr leicht dran. Wenn man das Case abschließt, verwehrt man also den Zugriff auf den Power- und den Reset-Button, die Status-LEDs, die externen Laufwerke und die Luftfilter.
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