Wasserkühlungs FAQ |
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PoRo69 - 30.07.2003 |
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Da die aktuellen High-End Prozessoren doch eine erhebliche
Wäremabgabe vorweisen und diese gekühlt werden will, stellt
sich für viele die Frage der richtigen Kühlung.
Zwar kann man sich auch mit dem Kühler einer Boxed-CPU zufrieden
geben, doch in Zeiten von Overclocking und Low-Noise stößt
man recht schnell an die Grenzen solcher Standard-Komponenten.
Entweder sie sind zu laut, oder bieten keine Reserven zum Übertakten
und für eventuelle Aufrüstungen.
Nun kann man sich einen High-End Luft-Kühler besorgen, der
vor allem eines kann: in seiner Lautstärke überzeugen.
So zieht es immer mehr Leute zu einer Wasserkühlung.
Sie ist zum einen nahezu geräuschlos und bietet zum anderen
meist eine sagenhafte Kühlleistung.
Inzwischen ist eine Wasserkühlung nicht nur was für Enthusiasten
oder Freaks; es gibt immer mehr Hersteller, die Komponenten oder
komplette Systeme anbieten, und das auch schon für angemessene
Preise.
Doch fangen hier die Fragen an!
Was gibt es alles zu beachten? Welche Komponenten brauche ich wirklich?
Wie baue ich sie zusammen? Welche Probleme können auftreten?
usw.
In diesem FAQ, welches von unserem Boardmember PoRo69 zusammengestellt
wurde, wollen wir versuchen die meisten Fragen zu klären. Es
ist kein Test, der klären soll, welches die beste WaKü
ist. Es geht nur darum, Fragen, die sich bei einer Wasserkühlung
einstellen, zu klären, evtl. neue Ansätze zu schaffen
und bei Problemen zu helfen.
Da es ein sehr umfangreiches Thema ist, kann diese FAQ kaum komplett
sein. Allerdings soll sie auch ständig erweitert werden. Wenn
es also noch offene Fragen gibt oder euch Punkte einfallen, die
wichtig wären, teilt es uns mit! |
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| Grundsätzliches |
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| Einbau
und Inbetriebnahme |
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| Betrieb |
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| Grundsätzliches |
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Braucht
mein System einen Ausgleichsbehälter? |
| Ein Ausgleichsbehälter (AB) ist in einem
geschlossenen System nicht unbedingt nötig. Dennoch kann der
Einbau nur empfohlen werden, da ein AB das Befüllen und Entlüften
des Systems erleichtert. Auch bietet er den Vorteil, dass er den
mit steigender Temperatur zunehmenden Druck im System abmildert,
und so die Gefahr einer undichten Stelle minimiert. Die Luft kompensiert
dabei die durch Wärme verursachte Ausdehnung des Wassers. |
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Welche
Schlauchart sollte Verwendung finden? |
| Im Großen und Ganzen sind zwei Schlaucharten
gebräuchlich:
1.)Der Silikonschlauch:
- sehr flexibel, erleichtert die Montage dadurch ungemein
- weist geringe Steifigkeit auf, d.h. es sind keine engen Biegeradien
möglich. Auch knickt der Schlau sehr leicht ab
- im Laufe der Zeit (auch abhängig von den zugegeben Zusätzen)
werden die Schläuche milchig und unansehnlich
- Wasser kann durch diesen Schlau diffundieren, weswegen regelmäßig
einige ml Wasser nachgefüllt werden müssen
2.)Der Polyvinylchlorid Schlauch:
- nicht sonderlich flexibel, daher schwer zu montieren
- aufgrund hoher Steifigkeit knickt diese Schlauchart wesentlich
schwerer als der Silikonschlauch
- erlaubt die engsten Biegeradien, aufgrund seiner Steifigkeit erzeugt
er aber auch damit den größten Druck auf die Komponenten
bzw. die Anschlüsse.
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Offenes
oder geschlossenes System? |
| Diese Frage muss jeder für sich selbst
beantworten. Grundsätzlich ist ein offener Kreislauf leichter
zu handhaben, verunreinigt aber auch wesentlich schneller als ein
geschlossenes System. |
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Womit
soll mein System befüllt werden? |
| Mit Wasser, ist doch klar?!
Aber auch hier gibt es ein paar Regeln zu beachten:
niemals Leitungswasser in den Kreislauf geben. Dieses Wasser enthält
Kalk und andere Salze, die sich mit der Zeit im System absetzen
werden, und dieses so verstopfen. Außerdem sieht ein verkalkter
Schlauch nicht sonderlich attraktiv aus, oder?
Stattdessen sollte auf sog. VE-Wasser aus dem Baumarkt zurückgegriffen
werden. Dieses wird auch oft unter dem Namen destilliertes Wasser
verkauft, was aber nicht stimmt, da es nur vollentsalzt (VE) wurde,
also noch Bakterien enthält. Richtiges destilliertes Wasser
ist eigentlich nur in Apotheken erhältlich. Grundsätzlich
sind VE- und dest. Wasser aber gleichermaßen gut geeignet.
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Muss
ich Angst vor Kondenswasser haben? |
| NEIN. Die Bildung von Kondenswasser hängt
von dem Verhältnis Umgebungstemperatur zu Wassertemperatur
ab. Da aber das Kühlmittel (Wasser) seine Wärme nur über
den Radiator an die Umgebung abgeben kann, ist es nicht möglich,
dass die Wassertemperatur unter die Umgebungstemperatur sinkt. Folglich
kann auch kein Kondenswasser entstehen.
Ausnahmen:
1.)Verwendung eines Peltierelements
2.)Aufstellung des Radiator in kälteren Regionen als den Rest
des Systems
3.)Einbringung von kühlenden Elementen in den Kreislauf (z.B.
Eis). |
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An
welcher Position im geschlossen Kreislauf sollte der Ausgleichsbehälter
(AB) montiert werden? |
| Im günstigsten Fall am höchsten Punk
des Systems. Nach Möglichkeit noch über dem Radiator.
Auf diese Weise wird das System am effektivsten Entlüftet werden.
Aber keine Panik, auch tiefer Stellen im Kreislauf sind denkbar,
aber eben nicht ganz so günstig. Von der Verschlauchungsreihenfolge
sollte der AB aber unbedingt hinter dem Radiator und unmittelbar
vor der Pumpe sitzen. |
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Wasser
im Computer, ist das nicht gefährlich? |
| Generell schon. Denn auch entgegen de allgemein
verbreiteten Meinung leitet auch echt destilliertes Wasser, aufgrund
der Autoprotolyse, den elektrischen Strom. Bei einer sauber durchgeführten
Montage ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass Wasser aus dem System
austritt, also keine Angst. |
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